Ein zweijähriges Kind, das niemals eingeschult werden wird. Eine 17-Jährige, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte. Ihr 19-jähriger Freund. Ein 29 Jahre alter Polizist, der anderen helfen wollte. Sie alle fehlen. Hinter jedem dieser Opfer stehen Eltern, Geschwister, Partner, Freunde. Menschen, für die ein einziger Tag ihr Leben für immer auf entsetzliche Weise verändert hat. Heute sind sie in Frankfurt zu sehen – um den Opfern schlimmster Gewalttaten endlich ein Gesicht zu geben. Bei der Gedenkveranstaltung auf dem Römerberg stehen die Opfer und ihre Angehörigen im Mittelpunkt. Die Initiative „Trauerwache Deutschland“ erinnert an Menschen, die seit 2015 durch Gewalttaten, Attentate und Anschläge ums Leben gekommen sind. Anschließend ist ein Trauermarsch geplant. Viele der Taten, an deren Opfer heute erinnert wird, haben auch die Debatte über Migration und innere Sicherheit geprägt. Brokstedt. Mannheim. Solingen. Aschaffenburg. Bei vielen dieser Taten waren die Täter Asylbewerber oder Menschen, die bereits abgeschoben werden sollten. 2025 registrierte die Polizei bundesweit 29.243 Straftaten als Messerangriff – 0,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei der Gewaltkriminalität insgesamt waren 42,9 Prozent der Tatverdächtigen keine deutschen Staatsbürger, das sind geringfügig weniger als im Jahr 2024; da waren es 43,1 Prozent.