22-Jähriger in Sachsen getürmt Klinik-Flucht: Ärzte hielten Messer-Afghanen für „stabil“

Veröffentlicht am 27. September 2026 um 16:26

 

Zwei Tage nach der Flucht von Muhamad M. (22) aus dem Maßregelvollzug des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz im Landkreis Nordsachsen werden unfassbare Details bekannt, die die Klinik-Verantwortlichen in Erklärungsnot bringen. Demnach konnte der hochgefährliche Gewalttäter aus Afghanistan seinen Aufpassern bei einem Probespaziergang einfach davonlaufen. Offenbar war es für ihn ein Kinderspiel, die Einrichtung zu verlassen.

Fachklinik: „Krankheitsbild des Patienten hatte sich stabilisiert“

Die Fachklinik, in der auch psychisch kranke Straftäter behandelt werden, bestätigte gegenüber der „Bild“-Zeitung, „dass der Patient aus dem begleiteten Ausgang auf dem Krankenhausgelände entwichen ist“. Der Ausgang sei „eine routinemäßige Erprobung“ gewesen, so Verwaltungsdirektorin Doreen Neu. „Ihr ging eine Behandlung über etliche Monate voraus, in der sich das Krankheitsbild des Patienten stabilisiert hatte.“

Vor einer solchen Erprobung prüften die Verantwortlichen im geschützten Bereich der Klinik, „wie sich der Patient anpasst und wie verlässlich er ist“, erklärte die Verwaltungsdirektorin. „Zum Zeitpunkt der Entweichung gab es keine Hinweise auf eine unmittelbare Eigen- oder Fremdgefährdung.“ 

Auch das Risiko einer möglichen Flucht stuften die zuständigen Mediziner und Therapeuten offensichtlich als äußerst gering ein. Eine fatale Fehleinschätzung mit derzeit unabsehbaren Folgen, wie sich nun zeigt. 

 

Polizei: Wer Afghanen sieht, soll „sofort“ die 110 anrufen

Von dem am Freitagnachmittag entwichenen Messerstecher fehlte auch am Sonntag jede Spur. Der 22‑Jährige könnte sich weiter im Leipziger Raum aufhalten, hieß es. Aufgrund seiner bisherigen Taten sei nicht auszuschließen, dass von dem Zuwanderer eine Gefahr ausgeht, so ein Polizeisprecher. Wer ihn sieht, solle „sofort die Polizei unter 110 rufen“.

Muhamad M. musste sich ab Mai 2026 in einem Sicherungsverfahren wegen mehrerer Gewalttaten vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Es ging um gefährliche Körperverletzung in Tatmehrheit mit versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Am 9. August 2025 hatte der 22-Jährige auf der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten erst einem Mann das Smartphone gestohlen. Als dieser sein Handy zurückverlangte, rammte Muhamad M. ihm ein Messer in die Brust. 

Die 20 Zentimeter lange Klinge traf das Opfer im Bereich der Lunge, eine Notoperation rettete sein Leben. Kurz danach soll Muhamad M. erfolglos versucht haben, eine Bar zu überfallen. Dabei soll er „Allahu akbar“ („Gott ist größer“) gerufen und einem Anwesenden gedroht haben: „Du kannst mich nicht töten, aber ich kann dich töten.“ Am selben Tag wollte er noch ein Café ausrauben. 

Hier ist die Beschreibung des entflohenen Gewalttäters

Wegen einer schizophrenen Erkrankung galt er im damaligen Prozess als schuldunfähig. Bereits nach seiner Verhaftung war der Afghane begutachtet und Mitte Oktober 2025 ins Krankenhaus Altscherbitz gebracht worden. Das Leipziger Landgericht ordnete wegen der Gefährlichkeit des Mannes dessen dauerhafte Unterbringung im Maßregelvollzug an. 

Der flüchtige 22-Jährige ist laut Fahndungsaufruf der Polizei wie folgt zu erkennen.

  • 1,78 Meter groß
  • scheinbares Alter: 20 bis 25
  • hagere Statur
  • schwarzer Igelschnitt, Vollbart
  • spricht gebrochen Deutsch, persische Muttersprache
  • Bekleidung zum Fluchtzeitpunkt: hellblaue Windjacke, blaue Jeans, Turnschuhe

Quelle : Focus online

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Kommentare

Heiko
Vor 2 Stunden

warum eine medizinische Behandlung auf unsere Kosten ?? Warum ist der noch hier ? Raus aus unserem Land sowas !